Apple plant offenbar, künftig mehr Produkte mittels 3D-Druck aus Aluminium zu fertigen. Das berichtet Mark Gurman von Bloomberg in seinem aktuellen „Power On“-Newsletter. Die Technologie könnte zunächst bei der Apple Watch zum Einsatz kommen und später möglicherweise auch beim iPhone.
- Apple plant, Aluminiumgehäuse künftig per 3D-Druck zu fertigen, um Material zu sparen und die Produktion zu beschleunigen.
- Die Technologie soll zunächst bei der Apple Watch eingesetzt werden, später möglicherweise auch beim iPhone.
- Apple nutzt bereits 3D-gedrucktes Titan für die Apple Watch Ultra 3 und könnte die Apple Watch SE in Apple Watch Neo umbenennen.
Vom Titan zum Aluminium
Die geplante Ausweitung des 3D-Drucks stellt eine logische Weiterentwicklung der bereits mit der Apple Watch Ultra 3 eingeführten Fertigungstechnik dar. Bei diesem Modell nutzt Apple erstmals 3D-gedrucktes Titan für das Gehäuse. Die neue Aluminium-Variante soll nun ähnliche Vorteile bieten: Materialeinsparung und gesteigerte Effizienz in der Produktion.
Beim 3D-Druck werden Objekte schichtweise aus Material aufgebaut, statt sie aus einem massiven Block herauszufräsen. Das Verfahren wird auch additive Fertigung genannt und spart erheblich Material ein. Bei Apple kommt die Technologie bereits für Titangehäuse der Apple Watch Ultra 3 zum Einsatz und soll nun auf Aluminium ausgeweitet werden.
Gurman zufolge arbeiten Apples Abteilungen für Fertigungsdesign und Operations gemeinsam an dem Projekt. Die Apple Watch dürfte als erstes Produkt von der neuen Technologie profitieren, das iPhone könnte zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Parallelen zum MacBook Neo
Die Entwicklung fügt sich in Apples breitere Bestrebungen ein, Fertigungsprozesse zu optimieren. Das kürzlich vorgestellte MacBook Neo setzt bereits auf ein neuartiges Aluminium-Herstellungsverfahren, das möglichst viel Metall einspart. Dadurch lassen sich nicht nur Kosten senken, sondern auch Produktionszeiten verkürzen.
Der 3D-Druck von Aluminiumgehäusen würde Apple ähnliche Möglichkeiten eröffnen. Durch die additive Fertigung entsteht weniger Materialabfall als bei herkömmlichen Verfahren, bei denen Gehäuse aus massiven Metallblöcken gefräst werden. Zudem ermöglicht die Technik komplexere Geometrien und potenziell leichtere Konstruktionen.
Mögliche Namensänderung für die Apple Watch SE
Neben den Fertigungsinnovationen deutet Gurman an, dass Apple seine neue „Neo“-Markierung auf weitere Produkte ausweiten könnte. Die Apple Watch SE könnte demnach künftig als „Apple Watch Neo“ vermarktet werden. Diese Umbenennung würde die Positionierung als Einsteigermodell unterstreichen – analog zum MacBook Neo, das als kostengünstigere Alternative zu den Pro-Modellen positioniert ist.
Die Verwendung von 3D-Druck für Produktgehäuse ist für Apple kein völliges Neuland mehr. Neben der Apple Watch Ultra 3 und der Series 11 in Titan nutzt das Unternehmen die Technologie bereits für den USB-C-Anschluss des iPhone Air. Die geplante Ausweitung auf Aluminium würde jedoch eine deutlich größere Zahl von Produkten betreffen und könnte mittelfristig die gesamte Fertigungsstrategie beeinflussen.
Wann genau die ersten 3D-gedruckten Aluminiumgehäuse in Serienprodukte Einzug halten werden, ist noch unklar. Apples Fokus auf die Apple Watch als erstes Testfeld deutet jedoch darauf hin, dass die Technologie bereits relativ ausgereift sein dürfte.







